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Gesetzliche Vorgabe

Gesetzliche Vorgaben

Lebensmittelgase unterliegen einem umfangreichen Vorgabenkatalog. Je nach Anwendung unterliegen die Lebensmittelgase der Zusatzstoffverordnung SR 817.022.31 (z.B. Gase zum Verpacken, Carbonisieren) oder als Verarbeitungshilfsstoffe der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung SR 817.02 (z.B. Gase zum Kühlen/Frosten).

Mit der Produktreihe Protadur® trägt die Westfalen Gruppe sowohl den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen als auch den Bedürfnissen der Anwender und Verbraucher Rechnung.

Herstellung

Die Herstellung der qualitativ hochwertigen Protadur®-Reihe erfolgt gemäss der Verordnung zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelgesetzes 178/2002/EG. Um die konkrete Umsetzung dieser gesetzlichen Vorgaben zu gewährleisten, haben die European Industrial Gases Association (EIGA) und der Industriegaseverband (IGV) zusätzliche Leitlinien zur Herstellung von Lebensmittelgasen erarbeitet:

Der "Code of Practice für die Abfüllung von Lebensmittelgasen" sieht beispielweise Kontrollmassnahmen nach HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points) zur Risikoanalyse und Chargenkennzeichnungen zur Produktrückverfolgung vor. Detaillierte Hygienemassnahmen für Tanks, Flaschen, Ventile und Schläuche bis hin zur Arbeitskleidung des Füllpersonals runden die Empfehlungen ab und stellen sicher, dass auch die Anforderungen der Hygieneverordnung 817.024.1 eingehalten werden.


 

Spezifikation

Die Reinheiten und Spezifikationen der Protadur®-Reihe erfüllen - oder übertreffen - die schweizerischen und europäischen Richtlinien (96/77/EG, VO 231/2012/EU). Ergänzt und präzisiert werden diese Vorgaben durch weitere Spezifikationen der Fachverbände. Diese Regelwerke sind freiwillig und werden üblicherweise zwischen Gasehersteller und Lebensmittelverarbeiter bei Vertragsabschluss vereinbart.


 

HACCP-Konzept

Die Protadur®-Serie ist in ein HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points) eingebunden. Das HACCP-Konzept nach DIN EN 22000 ist ein vorbeugendes System, das die Sicherheit von Lebensmitteln und damit der Verbraucher gewährleisten soll und bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus des Produkts.

Nach intensiver Risikoanalyse wurde ein engmaschiges Netz von Kontrollpunkten definiert. Daraus leitet sich der hohe Standard ab, den die Westfalen Gruppe für Produkte, verfahrenstechnische Komponenten, Gebinde und Transport vorschreibt. In diesem Rahmen ist auch die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Protadur®-Lebensmittelgase - analog zu den geltenden Richtlinien - jederzeit sichergestellt.


 

Verpackung/Kennzeichnung

Die EU-Verordnung 1935/2004/EG schreibt vor, dass Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, hierfür geeignet sein und mit dem sogenannten "Glas-Gabel-Symbol" gekennzeichnet werden müssen. Die Westfalen Gruppe hält für Lebensmittelgase einen separaten Behälterpark vor, kennzeichnet Flaschen über die Halsbanderole und Tankanlagen mit einem separaten Aufkleber.


 

Rückverfolgbarkeit

Ursprung und Verlauf jeder Protadur®-Lieferung werden systematisch erfasst. Die Rückverfolgbarkeit ist, unabhängig von der Lieferform, jederzeit sichergestellt. Damit erfüllt Protadur® eine der zentralen Forderungen aus der Verordnung 178/2002/EG.